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Kleidung aus Proban®

 

Proban®-Verfahren

Proban® ist ein qualitätskontrolliertes chemisches Verfahren, das Textilien flammenhemmende Eigenschaften verleiht, die auch nach häufigem Waschen beständig bleiben. Die chemische Behandlung erfolgt jeweils am Ende des Herstellungsprozesses von Baumwoll- und Baumwollmischgeweben. Beim Proban®-Verfahren wird das Gewebe zunächst mit der Proban®-Chemikalie (THPC) imprägniert und getrocknet. Danach wird das Gewebe nach einer lizenzierten Technologie mit Ammoniak begast.

Die Proban®-Chemie reagiert mit dem Ammoniakgas zu einem unlöslichen, dreidimensionalen Polykondensat. Im Anschluss an die Ammoniakbehandlung wird die Ware einem Spül-, Oxidations- und Waschprozess unterzogen. So lassen sich die gebildeten Ammoniumsalze auswaschen und der Phosphor im Polykondensat vom dreiwertigen in den geruchlosen fünfwertigen Zustand überführen.

Die Polymerbildung ist unumkehrbar. Das Polymer ist inaktiv, vollkommen unlöslich und wird weder durch Waschen noch durch chemisches Reinigen angegriffen. Da es vollkommen im Kern jeder Faser fixiert wird, kann es nur durch mechanischen Verschleiß der Faser zerstört werden. Die Qualitätskontrolle erfolgt bei jeder Gewebepartie ausführlich.

proban-verfahren

Die Normerfüllung wird nach EN 11611/12 sowie nach EN ISO 14116:2008 nach 50 Wäschen bei 75 ° C überprüft. Tests haben ergeben, dass auch nach 100 Wäschen die Normen erfüllt wurden. Das heißt, die flammenhemmende Eigenschaft des Proban®-Gewebes ist permanent.

Die Vorteile im Überblick

  • umfangreiches Größensortiment
  • krumpfecht
  • atmungsaktiv
  • hohe Standzeiten
  • hohe Farbechtheit
  • alle Taschen verriegelt
  • alle Haupt- und Schließnähte als Safetynaht oder als 3-fach-Kappnaht
  • waschbeständig und dauerhaft flammbeständig bei Einhaltungder Waschvorschrift
  • Proban® Soft mit sehr weichem Griff

Gewebebeschreibungen

Die verschiedenen rofa-Gewebequalitäten ermöglichen den Einsatz entsprechend der unterschiedlichsten Arbeitsplatzanforderungen. Die Produktpalette reicht von leichter Hemden- bis hin zu schwerer Schweißerschutzware. Dabei werden verschiedene probanisierte Baumwoll- und Baumwollmischqualitäten mit oder ohne antistatische Komponente von 260 g/m², 330 g/m² bis hin zu 525 g/m² eingesetzt. Die Anwendung von Flourcarbonausrüstung ermöglicht das Tragen der Kleidung bei Anforderungen nach leichtem Chemikalienschutz Typ 6. Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten können den angegebenen Normen der einzelnen Produktbeschreibungen entnommen werden.

 

Einsatzgebiete

Aufgrund des Einsatzes eines Multinormengewebes ist die Kleidung für unterschiedliche Anwendungsbereiche, u. a. bei Energieversorgern, in der Chemieindustrie, bei Verkehrsbetrieben und im Schiffbau geeignet. Die schwere Gewebequalität von 525 g/m² ist besonders für intensive Schweißarbeiten prädestiniert. Verschiedene Produkte sind für Arbeiten von unter Spannung stehenden Teilen oder in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet. So wurden einige Produkte entwickelt, die sowohl die höchsten Anforderungen des RWE-Eurotests bis 10 kA bei einer Sekunde als auch die Norm EN 61482-1-2 bis 7 kA erfüllen.

1 In der ersten Phase des Proban®-Verfahrens sind die Moleküle klein und linear genug, um in die inneren Bereiche der Baumwollfaser einzudringen. In den Zwischenräumen der Fasern wird Chemikalie vorhanden sein. 2 Durch das Trocknen wird die überflüssige Feuchtigkeit entfernt und das Gewebe für das Fixieren vorbereitet. 3 Das getrocknete Gewebe wird mit Ammoniakgas fixiert. Dabei werden die kleinen Moleküle dazu gebracht, sich zu vernetzen und ein Polymer zu bilden. Das Polymer wird dann festgehalten und somit im Kern jeder Faser fixiert. 4 Eine abschließende Oxidations- und Neutralisationsbehandlung vervollständigt die Polymerfixierung und entfernt verbleibende Nebenprodukte. Ein integraler Bestandteil des Proban®-Markenzeichens sind ständige Qualitätskontrollen. Rhodia hat eingehende Untersuchungen zur Verträglichkeit und Sicherheit von Proban®-behandelten Produkten durchgeführt.