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Arbeitskleidung, blaue Overall, Sicherheitsscheiben, Industriell, Arbeiter

Mehr als Störlichtbogenschutz: Multinorm-Schutzkleidung von ROFA

Sicherheit beginnt bei uns. PSA-Experten.

Mehr als Störlichtbogenschutz: Multinorm-Schutzkleidung von ROFA

Mitarbeitende in der Energieversorgung, bei Stadtwerken und in industriellen Anlagen arbeiten häufig an oder in der Nähe von spannungsführenden Komponenten. Dabei besteht das Risiko eines elektrischen Störlichtbogens (Arc Flash). Normgeprüfte Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil jedes Schutzkonzepts.

Bei ROFA entwickeln und produzieren wir seit über 60 Jahren Schutzkleidung für anspruchsvolle Einsatzbereiche – und als einer der letzten Hersteller fertigen wir die Gewebe für unsere PSA-Kollektionen selbst in Deutschland. Diese Fertigungstiefe ist heute nahezu einzigartig in unserer Branche und ermöglicht uns, höchste Qualität zu sichern, flexibel auf Kundenanforderungen einzugehen und Produkte mit langer Lebensdauer zu realisieren.

Gefahren durch einen Störlichtbogen

Was ist ein Störlichtbogen?

Ein Störlichtbogen ist eine ungewollte elektrische Entladung, die sich selbst aufrechterhalten kann, wenn die Luft (bzw. ein Gas) ionisiert wird. Dadurch entsteht eine elektrisch leitfähige Verbindung zwischen Leitern unterschiedlichen Potentials oder zwischen einem Leiter und Erde. In sehr kurzer Zeit werden dabei enorme Energiemengen freigesetzt.

Wann kann ein Störlichtbogen auftreten?

Ein Störlichtbogen ist ein unbeabsichtigtes Ereignis. Er tritt nicht „betriebsmäßig“ auf, sondern entsteht durch eine Störung – etwa durch technische Defekte (z. B. Isolationsfehler, Materialermüdung) oder menschliche Fehlhandlungen (z. B. falsche Handgriffe, ungeeignetes Werkzeug, nicht eingehaltene Sicherheitsabstände).

Wie gefährlich ist ein Störlichtbogen?

Die Folgen können gravierend sein und reichen von schweren Verbrennungen bis zu lebensbedrohlichen Verletzungen. Typische Gefahren sind extreme thermische Einwirkung, Druckwellen, Partikelflug und intensive Strahlung. Zusätzlich können toxische Gase durch Verbrennungsprozesse entstehen.

  • Thermische Wirkung: sehr hohe Temperaturen innerhalb kürzester Zeit
  • Druckwelle & Partikel: plötzliche Ausdehnung von Luft und Materialauswurf
  • Strahlung: Belastung für Haut und Augen
  • Gase/Rauch: mögliche Reiz- und Schadstoffe durch Verbrennung

Normen & Prüfverfahren: EN 61482-2 als Grundlage

Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens wird nach EN 61482-2 bewertet. Die Norm beschreibt Anforderungen an Materialien und Bekleidung (u. a. Flammausbreitung, Festigkeiten, Ergonomie, Kennzeichnung, Nähte) und legt zwei zulässige Prüfverfahren fest:

  • Box-Test (EN 61482-1-2): Klassifizierung in APC 1 und APC 2
  • Arc-Rating-Test (EN IEC 61482-1-1): Ermittlung von Kennwerten wie ATPV oder ELIM

Wichtig: Welche Schutzklasse erforderlich ist, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Dabei sollte immer der Grundsatz gelten: „So viel Schutz wie nötig – nicht so viel wie möglich.“

Warum Multinorm-Schutzkleidung oft die bessere Lösung ist

In der Praxis treten Gefährdungen häufig kombiniert auf. Multinorm-Schutzkleidung vereint daher mehrere Schutzfunktionen in einem Kleidungsstück – und unterstützt so flexible Einsatzmöglichkeiten für unterschiedliche Tätigkeiten und Arbeitsumgebungen.

Typische Schutzanforderungen (Beispiele)

  • Schutz gegen Hitze und Flammen (EN ISO 11612)
  • Schutz beim Schweißen und verwandten Verfahren (EN ISO 11611)
  • Schutz gegen flüssige Chemikalien, Typ 6 (EN 13034)
  • Schutz vor den thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens (EN 61482-2)
  • Elektrostatische Eigenschaften (EN 1149-5)
  • Optional: Warnschutz (EN ISO 20471), Wetterschutz (EN 343), Kälteschutz (EN 14058)

Lagenprinzip: Schutz flexibel steigern

Der erforderliche Schutz kann entweder durch ein einzelnes, entsprechend geprüftes Kleidungsstück erreicht werden oder durch die Kombination mehrerer geprüfter Teile – das Lagenprinzip. Dabei werden mehrere Schutzkleidungsstücke übereinander getragen. Das kann besonders sinnvoll sein, wenn sich Tätigkeiten, Witterung oder Expositionsdauer im Arbeitsalltag ändern.

Vorteile des Lagenprinzips

  • Schutzwirkung kann bedarfsgerecht angepasst werden
  • Mehr Flexibilität bei wechselnden Bedingungen
  • Praktisch für saisonale Temperaturunterschiede

Leichtigkeit, Ergonomie & Tragekomfort – ohne Kompromisse bei der Sicherheit

Moderne PSA muss nicht nur schützen, sondern auch im Alltag funktionieren. Schließlich wird Schutzkleidung häufig viele Stunden am Stück getragen. Deshalb achten wir bei ROFA auf ausgewogene Materialkonzepte, ergonomische Schnitte und praxisgerechte Details.

  • Ergonomie: Bewegungsfreiheit auch bei Arbeiten in Zwangshaltungen
  • Materialkonzepte: robuste, funktionale Gewebe für den Dauereinsatz
  • Details: durchdachte Ausstattung für Praxis und Pflege

Industriewäschetauglichkeit: entscheidend für Alltag, Hygiene & Wirtschaftlichkeit

Viele Unternehmen lassen Schutzkleidung professionell aufbereiten. Deshalb testen wir Bekleidungskomponenten gezielt auf Beständigkeit in industriellen Wasch- und Trocknungsverfahren. So bleibt die Schutzfunktion dauerhaft verlässlich – und die Kleidung lange im Einsatz.

ROFA Besonderheit: Eigene Gewebeproduktion in Deutschland

Was uns wirklich besonders macht: Wir produzieren die Gewebe für unsere Schutzkleidung selbst – und das in Deutschland. Das bedeutet für unsere Kunden: Kontrolle über Qualität, verlässliche Standards und verantwortungsvolle Herstellung. Langlebigkeit ist dabei ein zentraler Faktor – denn je länger Produkte genutzt werden, desto besser ist es auch für Ressourcen und Umwelt.

FAQ: Störlichtbogen, EN 61482-2 & Multinorm-PSA

Was ist der Unterschied zwischen APC 1 und APC 2?

APC 1 und APC 2 sind Schutzklassen aus dem Box-Test (EN 61482-1-2). APC 2 steht für höhere Anforderungen als APC 1. Welche Klasse nötig ist, hängt von der Gefährdungsbeurteilung ab.

Was bedeutet ATPV/ELIM?

ATPV und ELIM sind Kennwerte aus dem Arc-Rating-Test (EN IEC 61482-1-1). Sie unterstützen bei der Bewertung von Materialien und Bekleidung hinsichtlich der thermischen Belastbarkeit durch einen offenen Lichtbogen.

Ist das Lagenprinzip „üblich“?

Ja, das Lagenprinzip ist ein etabliertes Vorgehen in der Schutzkleidung, wenn geprüfte Kombinationen eingesetzt werden. Es bietet Flexibilität und kann die Schutzwirkung bedarfsgerecht erhöhen.

Welche Branchen profitieren besonders von Multinorm-PSA?

Multinorm-Schutzkleidung ist besonders sinnvoll, wenn mehrere Gefährdungen gleichzeitig auftreten – typischerweise in Energieversorgung, Industrie-Instandhaltung, Chemie/Metall, kommunalen Betrieben sowie Service- und Montageeinsätzen.

Wie finde ich die richtige Schutzkleidung?

Entscheidend ist die Gefährdungsbeurteilung. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl passender Schutzkonzepte, der richtigen Normkombination sowie bei Größen, Passformen und optionaler Individualisierung (z. B. Firmenlogos).

ROFA – Protect what you care for.